Broschüre 70 Jahre DBwV
November 2024 nutzt der DBwV seine Kanäle zu maßgeblichen Abgeordneten des Bundestages, um trotz der bundespolitischen Turbulenzen das Gesetz zur Beschlussreife zu bringen. In einer öf- fentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag er- läutert Oberst André Wüstner als geladener Sach- verständiger wichtige Forderungen des Verbandes. Das schließlich im Januar 2025 durch den Bundes- tag beschlossene „Artikelgesetz Zeitenwende“, mit dem wesentliche Rahmenbedingungen für die Stationierung der Brigade in Litauen und vergleich- bare Szenarien der Landes- und Bündnisverteidi- gung festgelegt sowie die Personalgewinnung und -bindung verbessert werden, trägt in den Kernele- menten die Handschrift des DBwV. Sprecher meh- rerer Fraktionen aus Regierung und Opposition erkennen dies während der Bundestagsdebatte ausdrücklich an. Die Liste der DBwV-Erfolge in diesem Gesetz ist lang. So wird beispielsweise künftig unter be- stimmten Voraussetzungen die Vergütung von Mehrarbeit und besonderen zeitlichen Belastun- gen neben Auslandsdienstbezügen ermöglicht. Daneben werden neue Stellenzulagen sowie eine neue Vergütung für Soldaten mit besonderen Alar- mierungsverpflichtungen geschaffen. Besonders wichtig ist demDBwV auch, dass das Gesetz attrak- tivere Regelungen für Auslandsrückkehrer vorsieht. Für militärisches Personal, das nach einer Auslands- verwendung mit Erstattung der Umzugskosten ins Inland umgezogen ist, wird die Gewährung von Trennungsgeld für das notwendige Pendeln zwi- schen Wohnort und Dienststätte in Deutschland nun bei Vorliegen eines dienstlichen Bedürfnisses ermöglicht. Damit wird eine jahrzehntelange Ver- bandsforderung in weiten Teilen umgesetzt, die für zahlreiche Auslandsrückkehrer finanzielle Erleich- terung schaffen kann. Unter dem Motto: „Unabhängig. Schlagkräftig. Zuverlässig“ legen rund 400 Delegierte vom 17. bis 21. November 2025 auf der 22. Hauptversamm- lung in Berlin die Schwerpunkte des DBwV für die kommenden vier Jahre fest. ImAuftrag der 207 092 Mitglieder bestätigen sie Oberst André Wüstner mit der überwältigenden Mehrheit von 92 Prozent im Amt des Bundesvorsitzenden. In einer Resolu- tion fordern sie ein „Artikelgesetz Aufwuchs“, um Dienst- und Laufbahnmodelle sowie die Besoldung und Versorgung so attraktiv zu machen, „dass weit mehr Menschen als bisher bereit sind, ihre besten Jahre den Streitkräften zu überlassen“. • Bei einem Besuch in Litau- en im Juni 2023 kündigt Verteidigungsminister Pis- torius die dauerhafte Sta- tionierung einer Brigade an – der Panzerbrigade 45 „Litauen“. Ihr Auftrag be- steht in der Bündnisver- teidigung an der NATO- Ostflanke. 2027 soll der Großverband seine „Full Operational Capability“ erreichen. Dies ist ein No- vum in der Geschichte der Bundeswehr. Von An- fang an begleitet der DBwV die Aufstellung der Brigade. Der Bundesvorsitzende, Oberst André Wüstner, fordert, dass die Truppe über die Planun- gen bestmöglich informiert wird und gute Rahmen- bedingungen geschaffen werden müssen, die den Dienst attraktiv ausgestalten. Er verweist darauf, dass die geplante Stationierung einer robusten Kampfbrigade mit einem gewissen Maß an Un- ruhe gesehen wird, weil in bestimmten Bereichen eine Überdehnung erkennbar wird. Die Bedeutung des Themas für den DBwV und die Menschen der Bundeswehr unterstreicht der DBwV mit einer Rei- se des Bundesvorstands zur Brigade nach Litauen im April 2024. Mit dem sogenannten Soldatenentschädigungs- gesetz, das zum 1. Januar 2025 in Kraft tritt, wird die langjährige Forderung des DBwV, die Versor- gung der Wehrdienstbeschädigungen in einem eigenständigen Gesetz zu regeln, umgesetzt. Der Verband beteiligt sich maßgeblich daran, das „Ar- tikelgesetz Zeitenwende“ im Bundesministerium der Verteidigung anzuschieben. Er steuert lang- jährige Forderungen ein und begleitet den Weg eng bis zum Beschluss durch den Deutschen Bun- destag. Nach dem Bruch der Ampel-Koalition im 39 70 Jahre DBwV
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