Broschüre 70 Jahre DBwV
die aus Sicht des DBwV wesentlichen Aufgaben in der laufenden Legislaturperiode aufzeigt, um die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte wiederherzu- stellen. Angesichts der Herausforderungen durch die Annexion der Krim und die Migrationskrise legt der DBwV 2016 mit einer Aktualisierung und noch einmal 2020 mit der „Schlagkräftigen Bundeswehr 2025“ nach. Der DBwV macht sich dafür stark, dass bei der Definition des Veteranenbegriffs kein Soldat aus- gegrenzt wird. Die am Rande der 19. Hauptver- sammlung imNovember 2013 als jüngstes Mitglied der Verbandsfamilie gegründete Soldaten- und Ve- teranen-Stiftung dient als Drehscheibe für Einsatz- betreuung und Soforthilfe. Sie erfüllt das steigende Bedürfnis nach Hilfe, Betreuung, Gedenken und Anerkennung der Veteranen in der Gesellschaft und in der Bundeswehr. Mit dem Bezug der neuen Bundesgeschäftsstelle im Zentrum Berlins ist der DBwV 2018 endgültig in der Bundeshauptstadt angekommen. • 5 auf 2,5 Prozent bis 2015 zu verlängern. Auch wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel die Karten nicht persönlich entgegennimmt, verfehlt die Form des Protestes ihren Eindruck nicht. Am 1. Dezember 2011 beschließt der Deutsche Bundestag mit den Stimmen aller Fraktionen das „Gesetz zur Wieder- einführung der Sonderzahlung“. Mit der Aktion er- kämpft er ein faktisches Einkommensplus von rund 2,5 Prozent für aktive und ehemalige Soldaten und ebenso für alle Bundesbeamte. Als 2013 ehema- lige Soldaten und Angehörige aktiver Soldaten ungewöhnlich lange auf die Erstattung ihrer Arzt- kosten über das sogenannte Beihilfeverfahren war- ten müssen, sorgt der Verband mit einer weiteren Postkartenaktion mit Erfolg für Abhilfe. Dank der politischen Lobbyarbeit des DBwV wird die „Stiftung zur Unterstützung besonderer Härte- fälle in der Bundeswehr und der ehemaligen NVA“ eingerichtet. Sie dient dazu, strahlengeschädigten Soldaten sowie solchen, die infolge eines Auslands- einsatzes unter psychischen Problemen leiden, unbürokratisch und außerhalb des geltenden Ver- sorgungsrechts möglichst schnell zu helfen. Vorsit- zender des Stiftungsrats wird der ehemalige DBwV- Bundesvorsitzende, Oberst a.D. Bernhard Gertz. In der Zeit unausgereifter Reformen und opfer- reicher Auslandseinsätze wählt die 19. Hauptver- sammlung im November 2013 André Wüstner mit mehr als 96 Prozent der Stimmen zum Bundesvor- sitzenden. Beschlüsse der Hauptversammlungen bewirken weitere Verbesserungen bei der Einsatz- versorgung. 2015 wird das „Gesetz zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr“ in Kraft gesetzt, für das der DBwV mit seinen an die Politik übermittelten Vorstellungen von einer modernen und attraktiven Freiwilligenarmee wich- tige Impulse gegeben hat. Es beinhaltet eine An- hebung der Alterssicherung für Soldaten auf Zeit, die Anpassung von Erschwernis- und Stellenzula- gen sowie eine Verschiebung der Hinzuverdienst- grenzen. Einen großen Schritt voran geht es 2018: Nachdem der DBwV zuvor immer wieder ins Be- wusstsein gerufen hatte, dass die Gefährdungssi- tuation in einsatzgleichen Verpflichtungen mit der in mandatierten Einsätzen vergleichbar ist, wird mit dem „Bundeswehr-Einsatzbereitschaftsstär- kungsgesetz“ festgelegt, dass Einsatzversorgung auch für „einsatzgleiche Verpflichtungen“ gewährt werden soll. Im Mai 2014 startet der Verband die Kampagne „Schlagkräftige Bundeswehr 2020“, die den Ent- scheidungsträgern in Parlament und Regierung 37 70 Jahre DBwV
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